Editorserie Teil 1: Dreamweaver
Diese Artikel-Serie bildet den Gegenpart zur Programmserie und in dieser werde ich euch verschiedene Editoren mit ihren Funktionen, sowie Vor- und Nachteilen vorstellen. Auch hier fange ich mit dem Editor von Adobe an. Ist Dreamweaver sein Geld wert, oder sollte man es sich lieber für etwas anderes sparen?
Ich freue mich über jeden Kommentar und auf eure Meinungen zu dem Thema.
Allgemeines:
Dreamweaver ist der Editor aus dem Hause Adobe und für Webentwickler konzipiert worden. Ebenfalls hier bringt Adobe in einem etwa 18 monatigen Abstand immer wieder eine neue Version des Programms heraus. Die aktuelle CS4 Version kostest 570€ und ist somit zwar billiger als sein Designpartner, aber immer noch nicht gerade ein Schnäppchen.
Das Programm stammte ursprünglich von Macromedia und wurde von Ihnen auch bis zur 8. Version, die heute noch von ziemlich vielen benutzt wird herausgebracht. Danach übernahm dies jedoch Adobe und entwickelt Dreamweaver seit dem weiter.
Funktionen:
Dreamweaver bietet eine Vielzahl an Funktionen und erleichtert so dem Programmierer die Arbeit doch sehr. Durch die Template-Vorlagen die man, neben den bereits vorhandenen, anlegen kann, verhindern das man immer und immer wieder das gleiche Grundlayout oder die gleichen Grundfunktionen tippen muss.
Zudem erkennt Dreamweaver von selbst wenn es zugehörige Dateien gibt, die etwa durch einen Include, einRequire_once oder ein Linktag hinzugefügt worden sind. So hat der Benutzer zum Beispiel jederzeit das verwendete Cascading- Style zur Verfügung und muss es nicht erst selbst öffnen.
Zwei weitere sehr nützliche Funktioneb sind die Live-Ansicht und die Entwurfansicht, die es einem zumindest im (x)HTML/CSS Bereich ermöglicht, direkt zu sehen, was seine Eingaben bringen oder verändern. Leider gibt es immer noch ein paar Bugs in diesen Funktionen und manches mal wird die ein oder andere Seite anders dargestellt als sie wirklich aussieht. Die meisten Fehler treten jedoch auf, wenn noch anderer Quellcode, wie zum Beispiel JavaScript oder PHP, hinzugefügt wird.
Trotzdem ist diese Funktion sicherlich eine Erleichterung, da das ständige hin und her geswitche zwischen Browser und Editor einem doch sehr auf die Nerven gehen kann. Durch den Codenavigatior kann man zusätzlich zu den verschiedenen Stellen im Quellcode springen und muss nicht mehr dorthin scrollen, was bei einem längeren Quellcode, doch schon etwas langwieriger werden kann, vor allem wenn man nicht mehr genau weiß, wo man jetzt etwas hatte.
Die Code-Completion ist ein weiteres Feature von Dreamweaver, jedoch ist dieses noch eher im Anfagsstadium und unterstützt momentan eigentlich nur (x)HTML, undCSS . Bei PHP und JavaScript funktiniert die Code Completion soweit nur für die Grundfunktionen. Eigene Funktionen oder Klassen erkennt er allerdings noch nicht, was meiner Meinung nach dringends nachgeholt werden sollte.
Mit Dreamweaver kann man sich zusätzlich direkt mit dem FTP verbinden und die Daten direkt hochladen lassen beim Speichern. Arbeitet man im Team kann man die von sich geöffneten Seiten nach der Erstellung einer Site auch ausschecken lassen, so dass die Teamkollegen sehen können, dass man gerade an dieser Datei arbeitet und ihnen deshalb im Moment nicht zur Verfügung stehen. Nach dem Bearbeiten kann man diese dann einfach wieder einschecken.
Neben diesen Funktionen bietet Dreamweaver natürlich noch viele weitere, hier wollte ich jedoch nur die aus meiner Sicht Top-Funktionen ansprechen. Für mehr felht hier auch einfach der Raum und die Zeit. Weitere Informationen finden ihr allerdings hier.
Benutzerfreundlichkeit:
Die Oberfläche von Dreamweaver CS4 ist im gleichen Style, wie alle anderen Adobe CS4 Programm-Versionen aufgebaut. Wenn man nun schonmal mit einem anderen Adobe CS4 Programm gearbeitet hat, erleichtert das einem den Einstieg. Doch auch ohne diese Vorkenntnisse findet man sich relativ schnell zurecht. Erweiterte Einstellungen findet man zwar auch erst nach ein bisschen suchen bzw durchstöbern, aber das Ganze hält sich noch in Grenzen, vor allem da die meist verwendeten und grundlegenden Funktionen gut sichtbar in Toolbars und Fenster verteilt sind und diese bereits beim Programmstart angezeigt werden.
Erweiterungen und Ressourcen:
Für Dreamweaver gibt es zwar auch ein paar Erweiterungen, jedoch findet man diese eher schwer. Allerdings gibt es da natürlich auch nicht soviele Möglichkeiten für eben jene Sachen. Wer aber gerne wissen möchte, wie man eine Erweiterung erstellt, der sollte sich hier mal umschauen.
Fazit:
Alles in allem hat Dreamweaver zwar sicherlich seine Vorteile durch viele seine Funktionen, jedoch sind einige wichtige Funktionen noch nicht sehr ausgereift und brauchen noch einiges an Fine-Tuning. Aus diesem Grund ist das Preis-Leistungverhältnis meiner Meinung nach keinesfalls in Ordnung. Selbst wenn diese Funktionen ausgereift wären, fehlen mir persönlich immer noch die Funktionen, die Dreamweaver so viel besser als andere Editoren machen bzw so einen Preis rechtfertigen würden.